Gartenhaus

Christoph Martin Wieland mietete das obere Stockwerk des Gartenhauses von 1766-1769, um hier zu schreiben, während sich seine Dienstwohnung direkt neben dem Rathaus befand.

Weitere Infos zum Gartenhaus unter: http://wieland-museum.de/de/das-wieland-museum.html

Es war einmal…

Prinzen und Prinzessinnen, Zaubersprüche und Liebesschwüre, Hexenkraut und Feenstaub – Wieland beschäftigt sich zeitlebens mit Märchen.

Er übersetzt, bearbeitet und verfasst zahlreiche märchenhafte Stoffe und verbindet sie mit philosophischen Fragestellungen. Damit etabliert er die Gattung Märchen in Deutschland und macht sie gesellschaftsfähig. Erst rund 50 Jahre nach Wielands ersten Märchen erscheinen die „Kinder- und Hausmärchen“ (1812) der Brüder Grimm auf dem Literaturmarkt. Hierbei handelt es sich jedoch um Volksmärchen, während man bei Wieland von Kunstmärchen spricht. Wielands erstes Märchen, das in seiner Biberacher Zeit entstand, gilt sogar als das erste deutsche Kunstmärchen. Die Rede ist von Die Geschichte des Prinzen Biribinker (1764), das er in den satirischen Roman Die Abenteuer des Don Sylvio von Rosalva einbettete. 1767 folgt Idris und Zenide. Später bringt Wieland die Dschinnistan-Sammlung mit 19 Märchen heraus (1786-89). Und auch in der Erzählsammlung Das Hexameron von Rosenheim (1805)  befinden sich drei Märchen.